Es ist passiert.
Du wurdest im Internet betrogen – Opfer eines Betrugs. Nach dem ersten Schock kommen Wut, Scham und – im besten Fall – die Frage: „Was soll ich jetzt tun?“

Viele geben an diesem Punkt auf. Genau genommen schon vorher. Sie denken, es sei sowieso sinnlos, die Täter würden nie gefasst werden, und überhaupt sei das Ganze peinlich.
Aber überleg mal: Es gibt einen sehr wichtigen Grund, warum du unbedingt Anzeige erstatten solltest – unabhängig davon, ob die Ermittlungen ein Ergebnis bringen oder nicht.

Warum du eine Anzeige erstatten MUSST

1. Dein Fall wird im System registriert

Diese Betrüger arbeiten meist nicht allein. Sie handeln in Gruppen, in Netzwerken – und du weisst nie, wann sie gefasst werden.
Wenn dein Fall nicht im System erfasst ist, „existiert“ der Betrug offiziell nicht.
Aber sobald eine Anzeige vorliegt und sie in einem anderen Fall geschnappt werden, kann dein Fall mit ihnen in Verbindung gebracht werden.
So steigen die Chancen erheblich, dass auch deine Betrüger zur Rechenschaft gezogen werden.

2. Bei Bitcoin- oder Krypto-Fällen ist eine Anzeige PFLICHT

Es ist sehr wichtig zu wissen, dass bei einem Betrug mit Kryptowährungen eine polizeiliche Anzeige erforderlich ist, um den Vorfall auf der IC3-Website zu melden!
Du brauchst die Anzeigennummer.
Wenn du diesen Schritt überspringst, verlierst du die Möglichkeit, dass sich internationale Organisationen mit deinem Fall befassen.

3. Du schützt andere

Jede Meldung zählt.
Je mehr Daten es über einen Betrüger im System gibt, desto größer ist die Chance, dass andere frühzeitig gewarnt werden.
Du bist jetzt ein Opfer – aber mit deiner Anzeige kannst du verhindern, dass anderen dasselbe passiert.

4. Du weisst, dass du alles getan hast

Innere Ruhe ist nicht zu unterschätzen.
Wenn du Anzeige erstattest, weisst du, dass du alles getan hast, was möglich war.
Du hast nicht einfach aufgegeben – du hast gekämpft.
Und das zählt, wenn du das Erlebte verarbeitest.

Wie du Anzeige erstattest – Schritt für Schritt

1. LÖSCHE NICHTS!

Sobald du erkennst, dass du es mit einem Betrüger zu tun hast, blockiere ihn sofort – aber lösche keine Nachrichten, Bilder oder Chats!
Jede Information ist ein Beweis.
Jeder Screenshot, jede Nachricht, jeder Zahlungsnachweis kann später entscheidend sein.

2. Sichere ALLES auf einem USB-Stick

Sammle und speichere Folgendes:

  • Bilder und Chats – fotografiere sie ab! Manche Programme löschen Nachrichten automatisch, oder die Betrüger tun es selbst, wenn sie merken, dass sie auffliegen.
  • Liste der Programme – alle Apps oder Plattformen, die ihr verwendet habt (z. B. Telegram, WhatsApp, Tinder, Investmentplattformen usw.)
  • Zahlungsnachweise – Banküberweisungen, PayPal-Transaktionen, Krypto-Wallet-Adressen, jede Geldbewegung
  • Gesamte Chatverläufe – je mehr, desto besser
  • Zeitlinie – schreibe eine detaillierte Chronologie auf!

Diese Unterlagen brauchst du später bei der Polizei.

3. Ruf die nächstgelegene Polizeistation an

Wichtig: Jeder Online-Betrug muss persönlich gemeldet werden!
Rufe bei der Polizei an und vereinbare einen Termin für die Anzeige.
Sei darauf vorbereitet, dass es Zeit braucht – niemand schafft das in unter zwei Stunden.
Es ist ein komplexes Delikt.

Bevor du hingehst, empfiehlt es sich, eine E-Mail an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu schreiben – siehe Infokasten unten.

4. Geh zur Polizei!

Erzähle deine Geschichte einfach, klar und sachlich – so, als würdest du sie einem Kind erklären.
Die Polizisten sind keine IT-Experten und kennen vielleicht weder die Plattformen noch die Methoden.

Wichtig: Sprich nicht über Emotionen, sondern über Fakten!
Daten, Beträge, Abläufe.
Nimm alle Beweise mit.

Der Polizist ist kein Psychologe.
Wenn es dir schwerfällt, ruhig und sachlich über das Geschehen zu sprechen – was völlig verständlich ist! – dann wende dich an uns.
Wir helfen dir, damit du in diesem Prozess nicht allein bist.

Vergiss nicht: Du bist nicht schuld.
Die Betrüger sind Profis und wissen genau, wie sie manipulieren müssen.
Aber jetzt kannst du den nächsten Schritt tun – und wir helfen dir dabei.

AlertInsight hilft dir nicht nur bei der Prävention, sondern auch dann, wenn es bereits passiert ist.

Wie wir helfen können:

  • Wir helfen dir, die Dokumentation zusammenzustellen – wir wissen, was gebraucht wird, und unterstützen dich bei der Strukturierung
  • Wir bereiten dich auf das Polizeigespräch vor – mit praktischen Tipps, damit du selbstbewusst auftreten kannst
  • Wir unterstützen dich bei der Meldung an das BSI – wir helfen bei der Formulierung des Incident-Reports
  • Wir bieten emotionale Unterstützung – denn wir wissen wirklich, wie sich das anfühlt.
    Du bist nicht allein, und es war nicht deine Schuld.

Kontaktiere uns: support@alertinsight.ch
AlertInsight.ch – Denn der digitale Raum ist kein Spielplatz.

Melde den Vorfall beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

Warum?

Weil das BSI prüfen kann, ob eine bestimmte Website, App oder Software tatsächlich schädlich ist.
Wenn sie bestätigen, dass du Opfer eines Betrugs geworden bist, wird auch die Polizei deinen Fall ernster nehmen.
Ausserdem kann das BSI eigene Ermittlungen einleiten.

Gib dazu an:

  • E-Mail-Adressen
  • Programmnamen
  • Webseiten-URLs
  • Alle verfügbaren Daten über den Betrüger

📩 So meldest du den Vorfall direkt beim BSI:

🔗 Online-Meldeformular:
Ich möchte einen IT-Sicherheitsvorfall melden

📞 Hotline: +49 (0) 800 274 1000
📧 E-Mail: service-center@bsi.bund.de
🏢 Adresse:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Godesberger Allee 185–190
53175 Bonn, Deutschland
🌐 www.bsi.bund.de

Über Alert Insight

Diese Seite habe ich für diejenigen erstellt, die auf irgendeine Weise betrogen, hintergangen oder deren Vertrauen im Internet missbraucht wurde. Das Hauptziel dieser Seite ist es, Informationen bereitzustellen, Aufklärung zu leisten und eine Gemeinschaft aufzubauen, damit meine Botschaft so viele Menschen wie möglich erreicht – sei es Frauen oder Männer – nämlich: 'Lass nicht zu, dass dir passiert, was mir passiert ist.'